Heike

In all den Jahren, in denen ich meinen Lebens- und Bewusstwerdungsweg schon gehe, gab es viele Momente, in denen ich tiefsten Schmerz fühlte. Auch viele Ängste tauchten immer wieder auf. Doch Schmerz und Angst waren da, weil sie mir Türen öffnen wollten, die Türen, die ich so noch nicht sehen konnte. Meine Seele rief mich. Meinen Lebensweg zu gehen heißt auch, meinen Seelenweg zu gehen. Beides gehört untrennbar zusammen und zeigt sich mir klarer, je weiter ich gehe. Trotzdem gibt es Zeiten, wo ich im Nebel stehe und nicht sehe, wohin der nächste Schritt gesetzt werden kann. Und diese Zeiten sind öfter da als mir lieb ist 😉 Doch ich weiß auch, sie gehen vorüber und lassen irgendwann wieder das Licht hinein. Die Nebel lösen sich auf und meine Klarheit kehrt zurück.

Mein Leben hat mich geprägt. Das, was mir tagtäglich begegnet und das, wofür ich mich öffne, zeigt mir die Richtung. Das, was ich erfuhr und wo ich hindurch gegangen bin, heilt tiefe Wunden. Der durchlebte Schmerz wäscht mich rein, die dunkelsten Stunden lassen mich neu erblühen …

Es ist, als ob sich mein Leben immer mehr vor mir ausbreitet und mir zuruft: „Nun komm endlich! Lass uns feiern! Tanze und singe, jubiliere und lache, sei Freude!“ Die Freude wird immer mehr zu meinem Wegweiser. Sie zeigt mir, dass ich mich auf dem richtigen Pfad befinde … und so folge ich meinem Lebensweg 🙂

Mein Lebensweg begann Mitte der 60-er Jahre. Aufgewachsen in der Mitte Deutschlands prägte mich die Struktur der damaligen Zeit (ehemalige DDR). Schon als Kind war ich meist in der Natur unterwegs, wanderte mit meiner Familie durch den Harz, buddelte im Garten oder genoß die Urlaube in Mecklenburg. Hier begann auch meine Kreativität zu fließen, ich bastelte, zeichnete und schrieb Tagebuch.

In den 90-er Jahren, zur Wendezeit, nahm mein Lebensweg das erste Mal eine enorme Veränderung. Alles brach plötzlich weg. Mein gelernter Beruf, mein Studium, alles war nichts mehr wert. Mit 24 stand ich ohne eine wirkliche Perspektive da, ohne Einkommen. Meine Familie fing mich auf. Ich begann, nach Alternativen zu schauen, machte Weiterbildungen.
Zu der Zeit lernte ich meinen Mann kennen und bekam mit ihm zwei wundervolle Kinder. Unser Familienleben hielt allerdings nur ein paar Jahre. Zur Jahrtausendwende kam die Trennung und es begannen für mich 20 Jahre als alleinerziehende Mutter.
In dieser Zeit absolvierte ich zwei Fernstudien (Schreiben lernen und Grafikdesign – damals noch per Hand 😉 ). Doch die meiste Zeit galt meinen Kindern und ihrer Entwicklung. Meine Tochter zeigte bald, dass auch sie nicht die vorgefertigten Wege zu gehen bereit war. Sie ging immer andere Wege – ihren eigenen Lebensweg. Nur sag das mal jemanden, der dies nur von Außen betrachten konnte …

Es waren herausfordernde Jahre, die uns alle haben enorm wachsen lassen. Ein Kind zu begleiten, dass damals schon mit der Hochsensibilität klarkommen musste, war nicht leicht. Jeder meinte, es besser zu wissen und alle wollten sie nur immer wieder in das System hinein pressen. Ich, als Mutter, stand mittendrin in der Schusslinie und wurde für alles verantwortlich gemacht, was nicht systemkonform lief. Darüber habe ich auch in meinem E-Book „Mein Kind ist anders“ geschrieben.

Diese Zeit ließ mich zum ersten Mal erwachen. Ich begann hinter die Dinge zu schauen. Ich lernte, mein Herz wahrzunehmen und nicht mehr nur meinem Verstand zu folgen. Ich öffnete mich anderen Welten und fand hier die Hilfe, die ich dringend brauchte. Denn ich war an einem seelischen und körperlichen Limit angekommen.

Mein Leben hat mir diese Tochter beschert, damit ich mich erinnere und einen „sanften“ Sohn dazu, als Ausgleich 😉

Ich begann 2010 zu schreiben, öffentlich. Die ersten Texte auf meinem Blog waren noch etwas holprig, doch ich merkte schnell, dass das Schreiben mir half, mich selbst zu verstehen und besser kennen zu lernen. Und ich durfte anderen Menschen damit ebenso helfen. Ich schrieb darüber, was ich in dieser Zeit an Dingen erfuhr, beschrieb was ich wahrnahm und wie sich mir die Energien täglich zeigten.

Damals ging es bei mir oft hin und her. Ich lernte, mich den geistigen Welten zu öffnen und spürte, wie tief und intensiv diese Energien für mich fühlbar sind. Später wollte ich lieber „erdlicher“ leben und legte die geistige Welt etwas zur Seite. Dann kamen die Zeiten, wo ich beides miteinander vereinen konnte.

Jetzt haben wir 2019. Ich habe eine längere Auszeit genommen, denn ein ganz neuer Abschnitt kündigte sich an. In der Stille bin ich erneut hinab getaucht und mir selbst immer wieder begegnet. Ich lernte, dies auszuhalten und gleichzeitig, wer ich bin und was mich ausmacht.
Und so bin ich weiter auf meinem Lebensweg unterwegs, immer wieder auch auf neuen Wegen. Diese Wege sind nicht immer nachvollziehbar und doch im nachhinein oft stimmig. Denn sie bringen mir neue Sichtweisen, neue Erkenntnisse, bringen mich aus meiner Komfortzone und lassen mich neue Schritte gehen. Doch es setzt immer voraus, dass ich mir selbst vertraue und dem folge, was ich in mir wahrnehme. Als Löwegeborene geht manchmal auch die Feuerkraft mit mir durch 😉 . Ich springe dann von hier nach da. Lange konnte ich dies nicht annehmen und verstand nicht, warum das so war. Doch ich nähere mich mir selbst an und lerne, mit all dem, was mich ausmacht, liebevoll, geduldig und sanft umzugehen.

Denn es ist mein Lebensweg, mein Entwicklungs- und Erinnerungsweg! Und dieser darf so sein, wie er ist 🙂

1966 geboren
habe 2 Kinder, Anika – Künstlerin,
Julian – Medienttechniker … ich liebe sie 🙂

bin allein lebend seit 20 Jahren und auf dem Weg,
mein Selbst immer mehr zu erkennen und zu leben

zutiefst verbunden mit der Erde und naturliebend,
bin Barfussläufer und Tierbegegner

sehr feinfühlig und empathisch, verbunden mit anderen Welten
bin kreativ, schöpferisch, feurig, aber auch sanft und liebend, sehr mitfühlend

… und gehe meist die Wege, die abseits der üblichen Pfade liegen 😉

 ♥ Herzensgrüße ♥
Heike

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