Alle Antennen auf Empfang stellen – Teil II

Eine Leserin schrieb mir, dass sie sogar zu müde sei, um in die Natur zu gehen. Ich selbst möchte das noch erweitern. Ich hatte in den letzten Tagen regelrecht keine Lust, mich zog es einfach nicht hinaus. Und das will schon was heißen 😉

Es ist eher, als ob ich nur meine Ruhe haben mag, so den Tag verbringen, ohne großartig etwas tun zu müssen. Zwischendurch kommen dann mal kurze Momente, wo ich in Aktion komme und Umzugskisten packe 😉 … doch die meiste Zeit ist Ruhezeit, fühlen, sein … ungewohnt nach all der Bewegung der letzten Zeit.

Und doch zog es gestern nachmittag, wie ich schon schrieb, musste ich hinaus. Ich ging also los, es war frisch, der Wind pfiff durch meine dünne Sommerjacke, kein Gefühl von wohlig warmen Sommer in Sicht. Der Himmel war grau. Ich spürte, dass sich meine Aufmerksamkeit verstärkte, dass ich langsamer wurde. Es war still um mich herum, obwohl Sonntag nachmittag war. Keine Menschen, keine Autos, nichts. Dann die zwei Rehe, die sich wohl gestört fühlten, obwohl ich leise unterwegs war. Nur ein Quad störte die Ruhe und donnerte vorbei, dann wurde es wieder still. Ich schaute mich um. Meine Augen sahen eine Landschaft, wie man sie sonst Ende August sieht. Abgemähte Felder, trockene Wege, Sommerwiesen, doch alles in allem irgendwie auch farblos erscheinend. Nichts, was mich auf den ersten Blick angezogen hätte. Immer auf der Suche nach Fotomotiven meinte ich, dass ich da nicht fündig werden würde.

Doch dann erinnerte ich mich an den Tag zuvor. Ich testete meinen neuen Fotoapparat und stellte fest, dass ich dadurch ganz anderes wahrnahm. Also versuchte ich es hier auch. Und tatsächlich, mein Blickwinkel veränderte sich. Ich schaute genauer, ließ mich führen und tauchte in eine ganz andere Welt des Zaubers ein. Eine einfache Sommerwiese lehrte mich, meinen Blick zu schulen, die Details wahrzunehmen und mich zu öffnen. Ich ließ mich in diese Welt mitnehmen und fühlte, wie sich dieser Zauber in mir auszubreiten begann. Ich sah, ich staunte, ich ließ mich berühren, ich erkannte, dass es manchmal einfach einer Veränderung der Position bedarfs oder auch dass es hinter dem, was ist, noch mehr zu erleben gibt.

Ich kam tiefer bei mir an und spürte eine neue/alte Leidenschaft, nämlich Schönheit sichtbar zu machen und Welten zu zeigen, die man so oft übersieht. Dies war für mich gestern ein tolles Geschenk. Ich bin immer noch in diesen Bildern und schaue fasziniert, was sich da alles tut. Ich fühle die Dankbarkeit in mir, dass dies so geschehen durfte und öffne mein Herz dafür, dass ich damit nicht nur mich selbst erinnern und berühren darf, sondern auch all jene, die bereit sind, offenen Herzens zu sehen. Das „wie“ wird sich zeigen. Der erste Schritt ist getan: ich habe mich erinnert 🙂

Magst du mit mir in diesen Zauber eintauchen und für einen Moment die Schönheit einer Sommerwiese genießen?

Ich freue mich über jede Spende, die meine Blogarbeit unterstützt 🙂

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