Ausatmen

Es ist gerade still. Ich schaue in den grauen Himmel, nehme wahr, was sich mir zeigt und höre dieses Wort: ausatmen. Warum jetzt? Wieso ausatmen?

Vielleicht hat das damit zu tun, dass ich manchmal unbewusst die Luft anhalte, wenn es zu schnell geht oder was neu ist. Oder wenn es mich herum wirbelt und ich all die kreativen Ergüsse nicht schnell genug umsetzen kann. Oder, wenn mein System erneut mit Energien überschüttet wird. Es gibt so viele Situationen, in denen ich nicht unbedingt durchlässig und offen bin. Von daher ist das Ausatmen gar keine so schlechte Idee 😉

Ich glaube auch, dass es uns allen gerade gut tut, wenn wir uns bewusst machen, dass es auch langsam gehen darf, dass man mal innehalten darf, dass diese Zeit eben ist, wie sie ist – hinterfragend, in Wellen verlaufend, oft verwirrend, manchmal schmerzhaft, dann wieder ermüdend, zwischendurch zwar aufklarend, doch noch nicht ganz ohne Nebel. Immer aber auch so, dass das Vertrauen in einem noch spürbar ist, wenn manchmal auch nur ein ganz klein wenig.

Wir kommen geschafft aus dieser Winterzeit hervor. Manch einer ohne wirklichen Plan, andere sehen schon den Weg (oder erahnen ihn). Es ist immer noch, als ob es etwas braucht, bis alles klar vor einem liegt und man die Schritte fest und ohne Kompromisse setzen kann.

Und doch erstaunt es mich sehr, wenn ich die letzten Tage anschaue. Plötzlich war der Nebelschleier weg! Plötzlich spürte ich das alte Feuer in mir. Plötzlich wollte ich mich zeigen. Ich war so erstaunt darüber, dass all das, was ich vor ein paar Monaten glaubte, abgelegt zu haben, immer noch in mir ist. Ich bin das! Punkt! Hier darf ich es annehmen und neben dem Ausatmen das Einatmen nicht vergessen, damit neue, frische Energie fließen kann. Damit nicht wieder alles im Nirgendwo verschwindet, mich eingeschlossen.

Diese letzten Märztage brauchen noch einmal unsere ganze Kraft und unseren Fokus. Es ist einfach so wichtig, diesen zu halten und „in der Spur“ zu bleiben bzw. sich darauf auszurichten, diese Spur wieder zu finden. Der Merkur dreht die letzten Rückwärtstage, die Portaltage sind fast vorbei, der März dann auch. Was erwartet uns?

Eine spannende Frage. Für den Moment weiß ich nur, es geht auch Nachts ganz schön zur Sache. Tiefschlaf, intensivste Träume, ein Gefühl, als ob es einen in Felder schiebt, dann wieder alte Bilder und Erlebnisse, die zum wiederholten Male auftauchen und gesehen sowie angenommen werden wollen. Auch das war unser Leben. Auch das gehörte zum Wachsen dazu. Auch wenn so manch eine Situation aus heutiger Sicht komisch anmuten mag oder nicht mehr nachzuvollziehen ist. Doch es war so.

Neue Fragen tauchen auf: Was ist wirklich wichtig? Mich überraschte diese Frage bei meinem heutigen Einkauf, der mich sehr anstrengte. So viel unnützes Zeug begegnete mir und ich fragte mich, wozu das alles nötig ist. Was mich dann gleich zu meinem Leben umleitete, damit ich mich auch hier frage, was mir wichtig ist, wie ich leben will, was ich wirklich für mich brauche. Ich glaube, dass auch in unser aller Lebensweise noch einiges geändert werden will. Doch das darf ebenso geschehen, wie es im Inneren mit den Veränderungen geschieht. Schritt für Schritt und immer dann, wenn der Impuls da ist.

Diese Worte wollten jetzt geschrieben werde, um zu erinnern und auch um Mut zu machen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man in der Leere herum irrt, wenn man sich selbst verloren glaubt, wenn nichts da ist, was man fühlt, wenn ein Tag wie der andere zu verlaufen scheint. Ich weiß aber auch, wie es ist, wenn sich die Schleier lichten und die Sonne den ersten Strahl hindurch schickt. Man sitzt da und blinzelt vielleicht etwas verwirrt, traut dem Ganzen noch nicht so recht, schaut aber doch immer wieder hin zum Licht. Dieses verschwindet nicht. Im Gegenteil, es nimmt eher zu. Es durchlichtet auch noch den letzten Rest des Nebels und lässt auf einmal eine klare Sicht erscheinen.

Kennst du das? Hast du dies nicht auch schon so oft erlebt? Dann weißt du, dass es immer wieder so sein wird. Ist es auch noch so dunkel, die Energie noch so schwer, die Stimmung noch so gedrückt, du kannst in jedem neuen Moment erleben, wie das Licht wieder kommt. Und dann: atme aus, atme all deinen Schmerz, deine Wut, deine Angst, deinen Frust aus. Schau zum Licht und atme dieses ein. Sonne dich darin und bade dich solange du magst. Genieße, freue dich und lebe – neu, jetzt, in diesem Moment. Und wenn dieser Moment dich überfordert, weil du meinst, das kann nicht sein, das alles war doch einst da und gehört nicht mehr zu dir, doch jetzt ist es wieder zurück … lass es stehen. Lass es sein. Du weißt, du kannst dich jeden Moment neu entscheiden, denn jeder Moment deines Lebens ist es wert, dass du dein Leben lebst!

Manchmal vergessen wir das alles. Dann ist es gut, dass sich Menschenengel einfinden und uns sacht erinnern. 🙂

Ich habe die Frage, was uns erwartet, zwar immer noch nicht beantwortet, aber auch das soll wohl so sein. Denn unser aller Leben wird täglich neu geschrieben. Daraus entsteht dann, was wir bisher nährten … und vielleicht ja sogar all das, wovon wir solange träumten? Auf jeden Fall bringt der Frühling einen Aufbruch auf allen Ebenen. Vielleicht lassen wir einfach geschehen – und atmen 🙂


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